GGL Whitelist 2026: Welche Sportarten sind in Deutschland für Wetten erlaubt?

Inhaltsverzeichnis
- Was die GGL-Whitelist wirklich bedeutet – und was sie nicht ist
- Welche Sportarten sind auf der aktuellen GGL-Whitelist genehmigt?
- Warum MMA und UFC nicht auf der Whitelist stehen – Hintergründe
- Wie kommt eine Sportart auf die GGL-Whitelist? Der Prozess erklärt
- MMA auf der Whitelist in 2026 oder 2027? Was der aktuelle Evaluierungsstand zeigt
Was die GGL-Whitelist wirklich bedeutet – und was sie nicht ist
Die meisten deutschen Sportwetter glauben, dass eine GGL-Lizenz automatisch bedeutet, ein Anbieter dürfe auf alle Sportarten Wetten akzeptieren. Das ist falsch – und dieser Irrtum ist teuer. Die GGL-Whitelist ist kein allgemeines Betriebszertifikat, sondern eine streng begrenzte Positivliste der Wettmärkte, auf denen lizenzierte deutsche Buchmacher überhaupt Quoten anbieten dürfen.
Laut GlüStV 2021 §21 Abs. 5 darf kein lizenzierter Anbieter Wetten auf Sportarten oder Wettereignisse anbieten, die nicht ausdrücklich durch die zuständigen Behörden genehmigt wurden. Jede Sportart, jeder Wettmarkt muss einzeln geprüft und freigegeben werden – ein Prozess, der Monate bis Jahre dauern kann. Bis zur Freigabe bleibt der Markt gesperrt, egal wie populär die Sportart ist. Per Stand 28. April 2026 umfasst die Whitelist keine MMA- oder UFC-Märkte (laut wettfreunde.net und sportwettenvergleich.net, Stand 2026).

Das bedeutet in der Praxis: Die rund 34 GGL-lizenzierten deutschen Anbieter können vollkommen legal operieren – und trotzdem kein einziges UFC-Event in ihrem Wettangebot führen. Nicht weil sie es nicht wollen, sondern weil die Whitelist es verbietet. Für MMA-Wetter ist das ein grundlegender Unterschied, den ich in diesem Artikel vollständig aufdrösle.
Welche Sportarten sind auf der aktuellen GGL-Whitelist genehmigt?
Eine präzise Definition vorab: Die GGL-Whitelist ist keine öffentlich zugängliche, sortierte Tabelle – sie ergibt sich aus dem offiziellen Sportwettenprogramm, das die GGL auf Grundlage von §21 GlüStV 2021 pflegt und regelmäßig aktualisiert. Die GGL überwachte 2024 insgesamt 141 lizenzierte Organisationen und bearbeitete 230 Erlaubnis- und Änderungsanträge (laut GGL Tätigkeitsbericht 2024).

Zu den genehmigten Wettsportarten gehören die klassischen Mainstream-Disziplinen: Fußball (Bundesliga, Champions League, internationale Ligen), Tennis, Basketball (NBA, EuroLeague), Eishockey, American Football (NFL), Handball, Volleyball und diverse Wintersportarten. Auch Pferderennen sind über ein separates Genehmigungsregime erfasst. E-Sports befinden sich je nach Titel in einer Grauzone – einige sind explizit genehmigt, andere nicht. Was auf der Liste fehlt, ist alles, was als Kampfsport gilt: MMA, UFC, Boxen (je nach Markt), Wrestling. Die genaue aktuelle Liste ist bei der GGL unter gluecksspiel-behoerde.de/whitelist einsehbar.
Warum MMA und UFC nicht auf der Whitelist stehen – Hintergründe
Hier liegt das Herzstück des Problems für deutsche MMA-Fans. Per Stand April 2026 ist MMA nicht auf der Whitelist der nach GlüStV 2021 §21 erlaubten Wettmärkte – damit darf kein einziger der 34 GGL-lizenzierten deutschen Anbieter UFC- oder MMA-Quoten anbieten (laut wettfreunde.net / sportwettenvergleich.net / mmawetten-de.com, alle Stand 2026). Das ist keine Momentaufnahme, sondern seit Inkrafttreten des GlüStV 2021 am 1. Juli 2021 konstante Rechtslage.

Warum? Die offizielle Begründung liegt in den Genehmigungskriterien des GlüStV 2021. Eine Sportart muss nachweisbar manipulationssicher, mit klarer Regelstruktur und ausreichend internationaler Beobachtung versehen sein, um auf die Whitelist aufgenommen zu werden. Regulierungsbehörden haben MMA bislang als Nischensport mit weniger robuster Anti-Doping-Infrastruktur und geringerer Transparenz bei Kampfentscheidungen bewertet – im Vergleich zu Fußball oder Tennis. Hinzu kommt der administrative Prozess: MMA müsste gezielt als Wettmarkt beantragt, geprüft und durch die Länder beschlossen werden. Dieser Antrag liegt bislang nicht vor oder wurde noch nicht positiv entschieden.
Das Ergebnis ist paradox: UFC ist eine der meistgesehenen Sportveranstaltungen weltweit, aber in Deutschland für GGL-lizenzierte Anbieter vollständig gesperrt. Jeder Buchmacher, der trotzdem MMA-Quoten anbietet und dabei behauptet, GGL-lizenziert zu sein, verstößt gegen deutsches Recht.
Wie kommt eine Sportart auf die GGL-Whitelist? Der Prozess erklärt
Wer denkt, es reicht, wenn genug Wetter nach MMA-Quoten fragen, irrt sich über die Mechanik des deutschen Regulierungssystems grundlegend. Der Aufnahme-Prozess ist ein formalisiertes Genehmigungsverfahren – kein Demokratieprozess.

In der Praxis läuft es so: Ein Wettanbieter, ein Sportverband oder die GGL selbst kann einen Antrag stellen, eine Sportart oder einen Wettmarkt in das erlaubte Sportwettenprogramm aufzunehmen. Dieser Antrag muss umfangreiche Dokumentationen liefern – Nachweis der Manipulationsresistenz, internationale Regulierungsstruktur, Anti-Doping-Programm, Transparenz der Wettkampfregeln. Die GGL prüft den Antrag, konsultiert gegebenenfalls die Länder, und gibt eine Empfehlung ab. Die finale Entscheidung liegt bei den Landesbehörden im Rahmen des Glücksspielkollegiums. Dieser Prozess kann 12 bis 24 Monate oder länger dauern. Für MMA gibt es bislang keinen bekannten abgeschlossenen Antragsprozess.
Ein wichtiger Punkt: Selbst wenn MMA auf die Whitelist käme, würde das nicht automatisch bedeuten, dass bestehende GGL-Lizenzen MMA-Wetten abdecken. Jeder Anbieter müsste seine Lizenz um die neuen Märkte erweitern lassen – ein weiterer Verwaltungsschritt.
MMA auf der Whitelist in 2026 oder 2027? Was der aktuelle Evaluierungsstand zeigt
Die Hoffnung vieler MMA-Wetter ruht auf der laufenden Evaluierung des GlüStV 2021 – ein Prozess, der im Rahmen der regulären Überprüfungsklausel des Staatsvertrags läuft und theoretisch zu Anpassungen führen kann. Die Frage, ob MMA 2026 oder 2027 auf die Whitelist kommt, lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten.

Was bekannt ist: Ronald Benter, Vorstand der GGL, hat im März 2026 erklärt: „Inwieweit die Ergebnisse dieser Studie gegebenenfalls Anpassungen der gesetzlichen Vorgaben notwendig machen, darüber stehen wir mit den Ländern im Austausch.“ Das ist kein Versprechen, aber ein Signal, dass Anpassungen möglich sind. Die GlüStV-Evaluierung fokussiert sich derzeit primär auf Online-Casino-Regulierung, Kanaliserungsquoten und Schwarzmarktbekämpfung – nicht auf die Whitelist-Erweiterung für Kampfsport.

Meine Einschätzung als jemand, der den deutschen Wettmarkt seit Jahren verfolgt: Eine MMA-Aufnahme vor Ende 2027 ist unwahrscheinlich. Der politische Wille ist nicht erkennbar, und der administrative Aufwand erheblich. Bis dahin bleibt die Realität für MMA-Wetter in Deutschland: EU-lizenzierte internationale Anbieter in der Grauzone oder vollständig illegale Offshore-Buchmacher. Wer seriös wetten will, nutzt ausschließlich Erstere – und versteht den Unterschied. Mehr dazu in meinem Artikel zur MMA Wetten Rechtslage in Deutschland sowie im Detail zum GlüStV 2021 und Sportwetten.
Was ist die GGL Whitelist für Sportwetten?
Die GGL Whitelist ist eine Positivliste der Wettmärkte, auf denen GGL-lizenzierte deutsche Buchmacher legal Quoten anbieten dürfen. Sie ergibt sich aus dem Sportwettenprogramm nach GlüStV 2021 §21. Nur explizit genehmigte Sportarten und Märkte sind erlaubt – alle anderen sind für lizenzierte Anbieter gesperrt.
Warum ist MMA nicht auf der GGL Whitelist?
MMA und UFC wurden bislang nicht in das erlaubte Sportwettenprogramm nach GlüStV 2021 §21 aufgenommen. Der Genehmigungsprozess erfordert Nachweise zur Manipulationsresistenz, Regelstruktur und internationaler Aufsicht. Ein entsprechender Antrag wurde entweder nicht gestellt oder noch nicht positiv beschieden. Stand April 2026 ist MMA damit für alle 34 GGL-lizenzierten deutschen Anbieter gesperrt.
Wie wird eine Sportart zur GGL Whitelist hinzugefügt?
Eine Aufnahme in die GGL Whitelist erfordert einen formellen Antrag – durch einen Wettanbieter, einen Sportverband oder die GGL selbst. Der Antrag muss Manipulationsresistenz, Anti-Doping-Programme und transparente Regelstrukturen nachweisen. Die GGL prüft und empfiehlt, die Länder entscheiden im Glücksspielkollegium. Der gesamte Prozess dauert typischerweise 12 bis 24 Monate oder länger.
Verfasst vom Team von „MMA Wetten Bonus”.